Wissenschaftliche Grundlagen und Methodik der SVFAB-Analyse zur Sachgerechtigkeit und Perspektivenvielfalt

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Beschreibung

Wie ausgewogen berichtet das Schweizer Fernsehen?

Der SVFAB (Schweizerischer Verein für ausgewogene Berichterstattung) hat ein vollautomatisches Analysesystem entwickelt, das diese Frage erstmals datenbasiert und skalierbar beantwortet — über Tausende von Sendungen hinweg, nicht anhand von Einzelfällen.

WAS DAS SYSTEM LEISTET

Das System analysiert Fernsehsendungen anhand von 15+ wissenschaftlich fundierten Kriterien für Medienbias: von Framing und Wortwahl über Expertenauswahl und Zeitverteilung bis zu Guilt by Association und Agenda-Setting. Jedes Kriterium wird auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet — mit Pflichtangabe von Beispielen, Zeitstempeln und Begründungen. Das Ergebnis ist keine Meinung, sondern eine strukturierte, nachprüfbare Messung.

Ergänzend misst das System den parteipolitischen Bias: Für jede Parlamentspartei wird erfasst, ob eine Sendung sie begünstigt oder benachteiligt. Die Links-Rechts-Einordnung erfolgt nicht durch das KI-Modell selbst, sondern ausschliesslich über den Chapel Hill Expert Survey (CHES 2024) — den internationalen wissenschaftlichen Standard für Parteipositionierung.

WIE ES FUNKTIONIERT

Die Pipeline läuft vollautomatisch in sechs Stufen:
1. Download neuer Sendungen aus den Mediatheken
2. Transkription — keine Audiodaten verlassen das System
3. KI-gestützte Detailanalyse nach 15+ Kriterien
4. Automatische Dokumentenerstellung (DOCX/PDF)
5. Statistische Aggregation und Visualisierung
6. Zielgruppenspezifische Aufbereitung
7. Automatisierter Newsletter-Versand

UMFANG UND ERGEBNISSE

Der aktuelle Korpus umfasst > 25’000 einfache Analysen aus fünf SRG-Formaten (Arena, Tagesschau, Rundschau, 10vor10, Doks) mit einem Zeitraum von 1968 bis 2026. Davon liegen > 5000 komplexe und vollständige Detailanalysen vor. Seit März 2026 läuft eine Parallelstudie für Norwegen und sieben ARD/ZDF-Formate in Deutschland.

Zentrale Befunde:

  • Alle analysierten SRG-Formate zeigen im Durchschnitt eine «erhebliche Schieflage» (Ø 4,5–5,5 von 10).
  • Die Arena schneidet mit Ø 4,47 am besten ab — die Debattenstruktur fördert Perspektivenvielfalt.
  • Nachrichtenformate (Tagesschau Ø 5,25, 10vor10 Ø 5,30) zeigen konsistent höhere Bias-Werte.
  • Besonders bei den Themen EU/Neutralität und Migration/Asyl sind die Scores überdurchschnittlich.

WISSENSCHAFTLICHE GRUNDLAGE

Die Methodik steht in der Tradition der quantitativen Inhaltsanalyse (Berelson, Krippendorff) und der Framing-Forschung (Entman, Scheufele). Normativer Massstab ist Art. 4 Abs. 2 RTVG (Sachgerechtigkeitsgebot). Das Scoring-System verwendet definierte Ankerpunkte, und ein Keyword-Modul ermöglicht die gezielte Überprüfung einzelner Narrative über den gesamten Korpus.

FÜR WEN

  • Parlamentarier und politische Entscheidungsträger, die wissen wollen, wie über ihre Themen berichtet wird
  • Medienforscher, die skalierbare Bias-Messungen benötigen
  • Journalisten und Redaktionen zur Selbstevaluation
  • Bürgerinnen und Bürger, die Medienqualität evidenzbasiert beurteilen wollen

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SVFAB — Schweizerischer Verein für ausgewogene Berichterstattung
www.SVFAB.ch | Kontakt@SVFAB.ch

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