SVFAB

Im Gesetz steht als Auftrag für die SRG:

  • freie Meinungsbildung fördern
  • Zusammenhalt des Landes stärken
  • kulturelle Vielfalt abbilden

Also hat mich interessiert, wie das gemacht wird.
Meine erste Anfrage an die Direktion war: Welche Sendungen sollen diese Aufgabe erfüllen?
SRG: Alle.
Ich habe nachgehakt: Jodlerchörli?
SRG: Nein. das nicht, aber sonst alle.
Ich habe wieder nachgehakt: Tatort?
SRG: Nein, das auch nicht. aber sonst alle.
Ich habe nachgehakt: Fussball?
SRG: Nein, das auch nicht.

Mein Schluss war: Hätte man sich das überlegt, wäre die Antwort klar und eindeutig gewesen. Ich habe für mich entschieden, dass im Minimum die Sendungen „Arena“, „10vor10“, „Rundschau“ und „Tagesschau“ dazu gehören müssen.

Die nächste Frage an die SRG war:
Wie macht ihr das, dass eure Mitarbeiter diese wichtige Aufgabe meistern?
SRG: Schauen Sie auf der Website.
Das habe ich gemacht. Da steht: Unser Auftrag ist…
Ich habe mich wieder an die SRG gewandt: Dass das Euer Auftrag ist, da sind wir uns einig. Die Frage war: Wie ihr das macht.
SRG: Wir beenden diese Kommunikation.

Die Frage hat mich weiter beschäftigt.
Es gibt ein paar Möglichkeiten, zumindest diesem Ziel näherzukommen.
Eine Variante wäre, Teams einzusetzen, die gut durchmischt sind: Alter, Geschlechter, Hintergründe, Geistige Bildung und praktische Bildung. Sozialer Hintergrund. Manager oder Handwerker-Hintergrund. So gelingt es immer mehr von allen Seiten Dinge zu betrachten.
Eine Alternative könnten Menschen sein, die eine längere Weltreise gemacht haben, weil diese gelernt haben, dass man Dinge auf ganz verschiedene Arten tun, leben oder sein kann. Das befreit, auch in der Beurteilung.
Die Krönung wäre für mich das, was wir als Zen bezeichnen: Das Loslassen von Wertungen, also das ent-emotionalisieren von Betrachtungen.

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